Lithographie (Steindruck)
Die Lithographie, erfunden in München 1796 durch Alois
Senefelder, ist ein Flachdruckverfahren. Die Druckvorlage besteht
aus einem Solnhofer Stein, der plan geschliffen, mit einer
Zeichnung versehen und mit einer Ätzflüssigkeit behandelt wird.
Die Poren des Steins saugen die Ätzflüssigkeit auf, so dass beim
Aufwalzen der Druckerschwärze nur die mit Fettkreide oder -tinte
bezeichneten Stellen die Farbe annehmen, alle übrigen Flächen
sie aber abstoßen. Dann erfolgt durch Anpressen des Papiers
auf den Stein der eigentliche Druckvorgang.
Der Steindruck gibt oft in frappierender Weise den Charakter
seines Mediums wider: Eine Kreidelithographie wirkt wie eine
Originalkreidezeichnung, eine Federlithographie, gezeichnet mit
Lithographiertinte, wie eine Federzeichnung usw. Der Künstler
kann ja locker auf den Stein zeichnen, ohne im Material
Widerstand zu finden. Das macht bis heute den Reiz litho-
graphischer Ansichten des 19. Jahrhunderts aus.
Denken Sie immer daran:
Alte Originalstiche sind Ausdruck einer kultivierten Lebensart
und eines guten Geschmacks.
Sie eignen sich nicht nur als solide Anlage für Sammler sondern
auch als Geschenk für viele Gelegenheiten.
In unserer Galerie erhalten Sie Lithographien von:
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u.a.
Henri Matisse (1869 - 1954)
"Früchte" von 1954
Farblithographie bei Mourlot
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